Messerarten

Messerformen

Für den Nichtkundigen sehen viele Messer gleich aus. Die zu Hause vorhandenen Klingen werden oft genutzt, ohne zu wissen, wofür sie sich eigentlich am besten eignen. In der heimischen Küche finden sich Messer, die hauptsächlich zum Schneiden von Gemüse gedacht sind. Oft nutzt man ein solches Gemüsemesser aber auch für andere Dinge. Je nach Benutzung und Art des Messers, kann sich die Klinge schneller abnutzen.
In unserer Übersicht zu den diversen Messerformen geben wir Ihnen einen Einblick darin, wofür sich welches Messer eignet und woran Sie es erkennen.

Gerade und glatte Klingen

Küchenmesser mit geraden, glatten und einschneidigen Klingen eignen sich besonders gut zum Schneiden von Fleisch, Fisch oder Gemüse. Je nach Anwendungsgebiet variiert hierbei die Klingenlänge, um die Handhabung der Messer zu vereinfachen. Ein Kochmesser sollte in der Regel etwa 18 – 26 cm lang sein, während ein Schälmesser viel kleiner ausfällt und dadurch eine präzise Bearbeitung von Obst und Gemüse ermöglicht. Diese Messer sind zudem besonders schnittfest und lassen sich leicht nachschärfen.

Auch Jagdmesser verfügen häufig über eine gerade Klinge, jedoch gibt es diese noch in vielfältigen Varianten, die auf die speziellen Anforderungen an die Jagd ausgelegt sind. Auch Taschenmesser verfügen meist über eine gerade und glatte Klinge, da diese häufig als Allzweck-Klinge fungiert.

Der Wellenschliff

Der sogenannte Wellenschliff wurde von dem Solinger Karl Güde erfunden und hat sich seit dem frühen 20. Jahrhundert besonders bei Brotmessern bewährt. Der Wellenschliff ist nicht mit einer Säge zu vergleichen. Mit Messern, die eine glatte Klinge haben, lassen sich Backwaren nur schwer schneiden, weil die Klinge den Teig verschiebt. Durch die sägende Funktion, die der Wellenschliff dem Messer gibt, ist das Schneiden von Brot und Brötchen einfacher. Je länger die Klinge des Brotmessers ist, desto präziser lässt sich das Brot schneiden.
Auch das Tomatenmesser weist den Wellenschliff auf. Durch die widerstandsfähige Haut der Tomaten, stoßen scharfe, glatte Messer schnell an ihre Grenzen. Diese speziellen Messer verfügen meist auch über eine extra scharfe und schmale Spitze, die sich perfekt zum Anrichten der geschnittenen Tomaten eignet.

Formen von Jagdmessern

Jagdmesser gibt es in vielen verschiedenen Formen. Auf den ersten Blick wirkt ein normales Jagdmesser wie ein einfaches Küchenmesser mit einem äußerst stabilen Griff. Es eignet sich beispielsweise zum Hacken und Schneiden. Gewisse Outdoor- und Survivalmesser verfügen über eine sogenannte Drop-Point Klingenform, die sich mit der robusten Spitze gut dazu eignet, in das Schneidgut einzudringen. Diese Klinge gibt es auch in einer Spear-Point Form, die über zwei Schneiden verfügt, wobei eine davon nicht geschliffen wird. Wer eine noch schärfere Variante der Drop-Point Klinge benötigt, kann zur Clip-Point Klinge greifen, die sich durch eine spezielle Spitze auszeichnet. Diese ist zum Klingenrücken hin konkav geformt und leicht angeschliffen, sodass sie schärfer ausfällt. Die Clip-Point Klingenform gibt es als Variante auch mit sogenannter Hohlkehle, die dazu gedacht ist, das Messer bei gleicher Schärfe und Schnittfestigkeit leichter zu machen. Früher nannte man diese Hohlkehle “Blutrinne”, weil sie ursprünglich dazu gedacht war, das Blut des Jagdwilds aufzufangen.
Für das Häuten von Tieren gibt es die spezielle Skinner Klingenform, die zur Spitze hin breiter verläuft und stark konvex geformt ist. Für das Abziehen der Haut von Tieren ist auch die Up Swept Point Klinge ideal, die eine nach oben gebogene Spitze aufweist und gleichzeitig auch gut zum Öffnen der Bauchhöhle des erlegten Tieres genutzt werden kann.

Sollte die benötigte oder gewünschte Klingenform in unserem Ratgeber oder Sortiment nicht enthalten sein, können Sie jederzeit den Support von Messervertrieb Rottner kontaktieren. Bei Fragen zu anderen Messerformen stehen wir Ihnen gerne telefonisch oder per Mail zur Verfügung.

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